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Zwar war der Mond am Freitag, 9. Juni noch nicht ganz voll, aber es fehlten nur noch einige Promille zur absolut kreisrunden "Kalt-Licht-Laterne" am Himmel. Am frühen Nachmittag trafen sich wieder rund 40 Fahrzeuge aller Art (viele Jaguar, darunter eine C-Replika, einige Porsche, aber auch "Exoten" wie AC Cobra, Lotus, Mini, Ford Cosworth und Austin-Healey, um nur einige zu nennen. Alle Altersklassen inklusive Vorkriegs-Lagonda beim Truppenrestaurant auf dem St. Luzisteig waren vertreten. Wir waren nicht die einzigen Wiederholungstäter, nein, es waren etliche zum 2. oder 3. Mal, vielleicht sogar auch schon zum 4. Mal mit von der Partie. Während des Fahrer-Briefings konnten wir die obligate Gazpacho und Obst geniessen. Gegen 15 Uhr machten wir uns auf den Weg, die diesmal ausgewählten Pässe abzuklappern, was wie immer mit Bilddokumentation der überquerten Passhöhen zu belegen war. Wir waren mit dem Jaguar Mk2 3.8 angetreten. Noch ganz gemütlich starteten wir gen Davos auf den Wolfgang, über die Flüela. Dann ging's fast quer durchs Engadin bis Zernez Richtung Ofenpass, bis zum Abzweiger gegen Livigno. Vor dem einspurigen Tunnel traf praktisch die ganze Meute wieder zusammen. Die Wartezeit hier wurde uns in stilvoller Weise von einem unserer "Mitstreiter" durch Dudelsack-Speilen versüsst. Über den Stelvio im Abendlicht, nicht in der strahlend aufgehenden Sonne wie 2004. Der Reschenpass mit dem aus dem Stausee ragenden Kirchturm, fasziniert genauso wie die schöne Passstrasse. Zum Nachtessen ins Val S-Charl über eine grimmige Naturstrasse bis weit nach hinten zum Restaurant. Hier gab es Salat, feine Capuns und ein leckeres Dessert. Das Restaurant, so urgemütlich, verleitet zum verweilen und plaudern, so dass einige (auch wir) später weiterzogen als vorgesehen.

Dann Albula, die Surselva, Lukmanier und immer in Richtung intesiv leuchtende Mondscheibe. Phänomenal! Eine unbeschreibliche Stimmung! Im Centovalli tagte es bereits kräftig. Um Zeit zu sparen beschlossen wir in Ulrichen direkt die Grimsel in Angriff zu nehmen und zur Engstlenalp zu fahren. Nufenen, Tremola und Furka liessen wir diesmal aus. Wie wir später erfuhren, waren wir nicht die einzigen, die sich für diese Abkürzung entschieden haben.

Bericht & Fotos von Eva Halter-Ward, 2006