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Unumstösslich findet das Alpenbrevet an einem Vollmond Wochenende im Sommer statt. Besser noch, wenn der Vollmond genau auf einen Freitag fällt. Daher ist es stets einfach das Datum des Alpenbrevets festzulegen. Denn in den Wintermonaten wäre ein Alpenbrevet nicht möglich wegen geschlossener Pässe. Kurz, für 2021 war das Datum schnell klar. Der Zufall wollte es, dass das 45 Jahre Jubiläum des Jaguar Drivers‘ Club Switzerland am gleichen Wochenenden geplant war.

Phantasievoll wie wir sind, sollte uns dies nicht hindern ein Alpenbrevet abzuhalten. So weit so gut. Der zweite Eckpunkt war die sicher wohl spektakulärste Einladung zu einem Startort: Ein nationales Monument, mehr noch, das Herzen der Eidgenossenschaft, das Rütli, genau: die Rütliwiese. Eine solche Einladung konnten wir natürlich nicht ausschlagen.

Schon die Zufahrt zum Rütli war ein einzigartiges Erlebnis. Ein Feldweg, dessen Brücken nur 2.3m breit waren. Vier Haarnadeln, so eng, dass sogar die Minis zu „sägen“ hatten, dann vor dem Restaurant vorbei, … …auf DIE Rütliwiese. Fast 50 Oldtimer auf dem geheiligten Platz. Ein Augenschmaus und ein einzigartiges Ereignis wie es nie, nie mehr stattfinden wird. Nach der Kaltsuppe, der Mittagsverpflegung und der Fahrerbesprechung schlängelte sich der Tross wieder zurück Richtung Seelisberg und dann auf die vorgegebene Route.

Auch hier war das Konzept anders als sonst. Unser Ziel war nämlich Lugano vor Mitternacht zu erreichen um ein Auge Schlaf zu bekommen, da die zahlreichen Jaguar am Folgetag gegen Abend auf dem Flugplatz Bleienbach zum 45 Jahre Jubiläum anzutreten hatten.

Nur wenige Stunden später ging es auf die zweite Etappe, um noch einige Tessiner und norditalienische Pässe oder eher Pässchen zu bezwingen, um dann wieder zur Auswertung, Brunch und Auschecken im Hotel einzutreffen.

Die Jaguar machten sich schleunigst auf den Weg in den Oberaargau zu fahren, dies unter erschwerten Umständen, da gewaltige Niederschläge die Sperrung von Verkehrsachsen auslösten. Trotzdem trafen wir pünktlich als einer der sechs Strahlen der Sternfahrt des JDCS Jubiläums auf dem sympathischen Flugplatz ein. So schaffte es Georg Dönni einerseits seine Funktion als Master Mind des Alpenbrevets aber auch als Vizepräsident des JDCS am selben Wochenende zu erfüllen.