Letzte Woche war es so weit, dass wir nun die angedachte Route befahren gingen. Frankreich war kein Problem, die Gastgeber sprachen hinter einer Plexiglasscheibe hervor und wir und alle anderen trugen Masken. Auf der Fähre nach Irland auch Maskenpflicht. Nur während dem Essen und in den Kajüten durften die Masken ausgezogen werden. Hingegen bekamen wir ein Formular zum Ausfüllen über unsere Unterkünfte, in denen wir nächtigen würden – zwecks Covid Tracing. Dieses Formular enthielt viele Ermahnungen. Die für uns Wesentliche war, dass man sich nach der Einreise zwei Wochen in Quarantäne begeben müsse, ausser man sei geschäftlich unterwegs. Wir verstanden uns – mit Fug und Recht – auf einer geschäftlichen Fahrt. Der Immigration Officer in Dublin würdigte die Immigranten im merkwürdigen Daimler keines Blickes und nahm kommentarlos unsere drei perfekt ausgefüllten Formulare entgegen.
Eine Stunde später – während wir die traumhaft schöne und leere irische Autobahn gen Westen genossen – der Anruf des ersten Hotels, das Simone noch vor der Abreise an der Westküste reserviert hatte. Wir kämen direkt aus dem Ausland und sie müssten unsere Reservierung stornieren. Trotz verbosem Argumentieren blieb das Frollein standhaft und so hatten wir kein Bett mehr für den Abend und unsere Adresse auf dem Formular wurde Makulatur.
