Nach einem wilden Ritt – es war zwar „nur“ der Raid nach Paris – begeisterte sich ein Freund/Kunde so von unserem Special, dass er sich umgehend einen gleichen orderte. Das erfüllte uns mit Stolz und Freude. Für diesen Auftrag konnten wir unseren Wagen nochmals bauen, aber diesmal nicht als rollende Entwicklung und manchmal handwerklich eher grenzwertig, da die meisten Arbeiten in Hast erledigt werden mussten. Das Chassis eines XK 150 hatten wir schon bereit stehen, ein 3.8lt Coupé, das wir – bevor wir es zerlegten – noch gefahren sind. Für uns besonders reizvoll, der Wagen war matching number und blieb es auch mit seiner neuen Carrosserie. Während dem Bau engagierte sich der künftige Besitzer für die Ersatzteilsuche an Flohmärkten im In- und Ausland, so dass alle Anbauteile auch epochegerecht würden. Beim Kühlergrill hatte er auch Glück und ergatterte eines von 1934/35, im Gegensatz zu unserem, das von 1932/33 stammt. Der Farbton war schnell definiert. Nicht gleich, sondern ähnlich, und so wurde der Wagen und das Chassis in originalem Battleship Grey lackiert. Ein bisschen neidisch waren wir schon, als er die Strasse erblickte. Die Auspuffanlage war schön geformt und geschweisst und die Hitzeschutzbleche, auf die waren wir besonders stolz, denn die schauten wir an einem Alfa Romeo 8C ab. Auch der ganze Rohrrahmen war liebevoll über Formen gebogen anstatt brachial von Auge geformt. Die Beleuchtungshalter waren viel elaborater und das Armaturenbrett aus zapfengeschliffenem Aluminium mit ausgewählten Armaturen, im Gegensatz zu unserem Wagen, der mit Instrumenten von 1933 bis 1978 bestückt war. Kurz – dieser Special wurde nicht nur ein spektakulärer Wagen sondern die schöne handwerkliche Fertigung machte aus ihm ein Bijou. Anfänglich fand unser Kunde, er würde damit Skifahren gehen. Von Winterfahrten nahm er dann aber Abstand, so sehr bewunderte und schätzte er sein neues Auto. Nach anfänglichen UHU-Fahrten (Ums Haus Ume) wurde er unternehmungslustiger und mit der Zeit begleitete ihn sein Eigenbau quer durch ganz Europa, kaum ein Land wurde damit nicht bereist. Einmal traf er den Sänger der Toten Hosen, der den Wagen mit: „Respekt Campino“ signierte. Nach ca. 60’000km entschied sich der Besitzer im Leben einen neuen Weg einzuschlagen und so fanden wir einen neuen und würdigen Hüter dieses einzigartigen Spassmobil, das Vorkriegsaussehen mit grossartiger Jaguar Technik der 50er Jahre verbindet und erst noch 400kg leichter ist als eine Werkscarrosserie.
- Zweitanfertigung des Dönni-Special-Konzepts, auf Basis eines Matching-Number 3.8lt XK150 Coupé
- Epochegerechte Anbauteile (u.a. Kühlergrill Baujahr 1934/35), Armaturenbrett aus zapfengeschliffenem Aluminium
- Rund 60'000 km quer durch Europa gefahren, ca. 400 kg leichter als eine Werkscarrosserie

























